Kulturgut

Die Fédération Suisse des Véhicules Anciens (FSVA) engagiert sich, um das technische Kulturgut späteren Generationen weitergeben zu können. Wir möchten dem historischen Fahrzeug seine Zweckbestimmung - die Mobilität - bewahren.

Wir arbeiten am Projekt, die wichtigen Fahrzeug-Daten mit international gültigen Identitätskarten zu dokumentieren und zu registrieren. Wir fördern den Aufbau von Archiven und die Sammlung historischer und technischer Informationen. Wir ehren wichtige private und öffentliche Museen mit der Qualifikation als Freimitglieder. Damit belohnt die FSVA die Institutionen, welche sich massgeblich um die Erhaltung des technischen Kulturgutes der individuellen Mobilität bemühen.

Die FSVA unterhält Kontakte zu Partnerorganisationen wie FEDECRAIL und ist seit 2008 Mitglied des Trägervereins der Nationalen Informationsstelle für Kulturgütererhaltung NIKE.

Als Veteranenfahrzeug gilt ein mindestens 30 Jahre altes, mechanisch angetriebenes, nicht mehr täglich im Gebrauch stehendes Fahrzeug in historisch korrektem Zustand; es ist deshalb Teil unseres Kulturgutes. Zusammen mit den kantonalen und nationalen Stellen tragen wir dafür Sorge, dass diese Zeitzeugen in echtem, unverändertem und originalgetreuem Zustand erhalten bleiben. Dies erfolgt auf eigene Initiative und Kosten ohne öffentliche Subventionen. Wir setzen uns auf allen Stufen dafür ein, dass „den Fahrzeugen von gestern die Strassen von morgen“ zeitlich und örtlich uneingeschränkt offen stehen. Denn die erste Zweckbestimmung eines Fahrzeugs ist „das Fahren“. Es wäre traurig, wenn die historischen Fahrzeuge dazu verdammt würden, in Museen oder Abstellräumen zu verstauben.

Fernziel im Rahmen der europäischen und universellen Absichten der Weltorganisation FIVA ist die Aufnahme des historischen Fahrzeugs ins Inventar des „UNESCO Weltkulturerbes“. Dadurch werden dereinst bei neuen Gesetzesvorstössen gegen den motorisierten Individualverkehr ganz selbstverständlich die Veteranenfahrzeuge als „Ausnahme“ berücksichtigt werden.

Um die Bevölkerung weiterhin für die historischen Fahrzeuge zu begeistern, führen unsere Oldtimerclubs gelegentlich Ausstellungen auf öffentlichen Plätzen statt. So können die Leute in nostalgischen Erinnerungen schwelgen oder perfekt restaurierte Preziosen bewundern.

Seit einigen Jahren ermöglichen unsere Mitglieder der Bevölkerung, gelegentlich sogar in den Oldtimern mitzufahren. Tausende begeisterter Personen transportieren die Mitglieder des Oldtimer Clubs Bern (OCB) jeweils im März an der Berner Museumsnacht als „fahrendes Museum“. Auch in Luzern findet an der Museumsnacht im November ein sehr beliebter „Taxidienst“ statt. Während den kurzen Fahrten können die Fahrer unser Hobby neuen Bevölkerungskreisen näher bringen, denn die überwiegende Mehrheit der Fahrgäste war vorher noch nie in einem Oldtimerauto gesessen. Bei diesen Anlässen ist jeweils eine breite Fahrzeugpalette anzutreffen: vergessene Automarken, exklusive Limousinen, beliebte „Winzlinge“, offene Torpedos sowie Sport- und Freizeitwagen. Die Reaktionen beim Publikum, bei Politikern, Behörden, Medien und bei den ausdauernden Oldtimer-Fahrerinnen und -Fahrern sind überwiegend positiv und begeistert.

MuseumsnaechteFIVASchweiz.pdf